Autor/ Autorin
Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, ihren Verkehrssicherungspflichten nachzukommen. Dazu gehören die regelmäßige Kontrolle und Dokumentation von Bäumen, Spielgeräten sowie weiteren sicherheitsrelevanten Einrichtungen. Auch Baumbestände und Gewässer müssen in festgelegten Intervallen überprüft werden, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die folgenden zwei Beispiele zeigen, wie ARCHIKART diese Aufgaben digital unterstützt und eine effiziente Durchführung sowie Dokumentation der Kontrollen ermöglicht.
Stehen Bäume in einem größeren, geschlossenen Bestand und sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, kann nach der FLL-Baumkontrollrichtlinie eine flächenhafte Kontrolle erfolgen. Eine Einzelkontrolle jedes Baumes ist dann nicht erforderlich.
Für diese Aufgabe nutzen wir die Anwendung ARCHIKART Mobil Grün. Den Kontrolleuren steht dabei ein festgelegter Merkmalskatalog zur Verfügung. Anders als bei der Einzelbaumkontrolle bewerten sie jedoch nicht jeden Baum, sondern den gesamten Bestand.
Auch für solche Flächen gilt die Verkehrssicherungspflicht. Regelmäßige Kontrollen sind durchzuführen und zu dokumentieren. Gleichzeitig ist es oft weder wirtschaftlich noch praktikabel, jeden Baum in einem kleinen Waldstück oder auf einer Böschung einzeln zu erfassen.
Die ARCHIKART Grünflächen-Anwendung reduziert diesen Aufwand deutlich. Der gesamte Bestand wird als gemeinsame Fläche im Kataster erfasst. Die vorhandenen Baumarten lassen sich mit ihren prozentualen Anteilen dokumentieren. Zusätzlich können Angaben zur Lage, zur Bezeichnung der Fläche und zur angrenzenden Straße hinterlegt werden.
Durch die Anbindung an das Geografische Informationssystem lässt sich auch die Größe der Fläche schnell bestimmen. So können Kommunen größere Baumbestände effizient erfassen, kontrollieren und rechtssicher dokumentieren.
In einigen Bundesländern gehören regelmäßige Gewässerbegehungen zu den Aufgaben der Kommunen. Auch die sächsische Stadt Grimma kontrolliert ihre Gewässer zweiter Ordnung in festen Abständen.
Die Kontrollen sollen vor allem den freien Abfluss der Bäche sichern und ihren ökologischen Zustand bewerten. Dabei prüft die zuständige Mitarbeiterin unter anderem, ob Totholz den Wasserlauf behindert, Böschungen unterspült sind oder Uferbereiche stabilisiert werden müssen. Auch Durchlässe, Brücken und Einläufe werden auf Schäden und ihre Funktionsfähigkeit untersucht.
Grimma nutzt dafür die Anwendung ARCHIKART Grünflächen. Das Gewässernetz wurde mit seinen Abschnitten und Bauwerken erfasst. Dazu gehören beispielsweise Durchlässe, Brücken und Einleitstellen.

Foto: Stadt Grimma
Mit der App ARCHIKART Mobil Grün und einem speziell eingerichteten Merkmalskatalog kontrolliert die Mitarbeiterin die Gewässersohle, die Ufer, das Umfeld und die vorhandenen Bauwerke. Schäden lassen sich direkt bewerten und mit dem notwendigen Handlungsbedarf verknüpfen.
Die geografischen Objekte werden im GIS CAIGOS dargestellt und stehen auch in der mobilen Anwendung zur Verfügung. Vor Ort kann die Mitarbeiterin Schäden dem jeweiligen Gewässerabschnitt oder Bauwerk zuordnen, fotografieren und per GPS verorten.
Ausgerüstet mit Tablet und Gummistiefeln kontrolliert sie so regelmäßig die Gewässer der Stadt. Alle Ergebnisse stehen anschließend zentral und vollständig dokumentiert in ARCHIKART bereit.

Foto: Stadt Grimma
Foto: Stadt Grimma
Autor/ Autorin
Was denkst du?